A star in the making! Gerade haben wir erfahren, dass Slovo an der Universität von Kapstadt eine Ausbildung zum klassischen Opernsänger erhält.
Hurrraaahhh! wir haben es zusammen geschafft! Wir danken dass Ihr die Jungs und uns nie vergessen habt .
Schaut mal den Teaser an und hört seine begnadete Stimme!
Klickt hier:
um einen kleinen Vorgeschmack auf unseren neuesten Film zu bekommen.
Eine afrikanische Geschichte
Slovo und sein kleiner Bruder Siphelele
(Erinnert Ihr Euch? - So fing alles an!)
Es war an einem sonnigen Montagmorgen im Juni 2000, als ich in meinem neuen Zuhause in meiner neuen Stadt ein Klopfen an der Tür hörte. Ich stolperte über unausgepackte Umzugskisten, singende Fliesenleger, schreiende Elektiker und über die Farbeimer der Ansteicher in Richtung des energischen Klopfens.
Hier stand sie, die grosse, stolze, und wegen Ihrer Fülligkeit und Schönheit nicht zu übersehende Xhosa Frau und fragte nach Arbeit : FRANCIS.
Inmitten meiner Umzugskatastrophe erschien dieser Engel.
Francis lebte mit Ihren Kindern in einem der Stadt vorgelagerten Township "Kayalitsha" in einer der "Shacks" (Wellblechhütten) mit 16 qm. An an kalten Regentagen floss der nahegelgene Fluss durch das kleine Wohnzimmer und das war einzige fliesende Wasser, das in diesem Haus existierte.
Es entstand eine Freundschaft zwischen uns, die nichts mit Ihrem Arbeitsverhältnis zu tun hattte. Vielmehr wurde Francis zu unserer Freundin. Schon bald nahm sie uns und unsere Gäste mit auf "Townshiptour". In ihrer schönsten Xhosa- Tracht empfing sie uns wie die Bürgermeisterin. Sie führte uns in die bescheidenen Behausungen ihrer Freunde, stellte uns Mike, dem "Shabeenbesitzer" ( Kneipe!!), vor und liess uns von dem selbstgebrauten Maisbier verkosten. Ihre Nachbarn empfingen uns mit Gesang und Tanz zeigten uns das "andere Afrika". Wir erfuhren, dass Armut nicht gleichbedeutend mit Unglück sein muss und, dass das Lachen vom Herzen kommt, nicht nur von den Lippen. Reichtum bedeutete für Francis, eine Arbeitsstelle zu haben, Freunde um sich herum, Respekt und das bescheidene Gehalt, mit dem sie sich und ihre kleine Familie ernähren und die Kinder zur Schule schicken konnte.
Francis ist am Samstag, den 22. Juli 2006 an Krebs gestorben. Und da waren dann die zwei Kinder : Slovo und Siphelele
Nun ist schon fast ein Jahr vergangen und gemeinsam mit Euch und dank Eurer selbstlosesn Hilfe haben wir es geschafft... Hurraaahhh!
Seit Januar 2007 besuchen "unsere Waisenkinder" Slovo und Siphele in der Nähe der Drakensberge ( Midlands genannt) zwei nahe beieinander liegende Internate. (Siphelele - Clifton School www.cliftonnr.co.za und Slovo - Weston College www.wac.co.za )
Ich habe die Schulferien mit den beiden in der Nähe der Schulen in einer kleinen Lodge verbracht . Gemeinsam haben wir ein Lagerfeuer angezündet, die Sterne beguckt, Bilder gemalt, sind auf Safari gegangen, haben zusammen gekocht, gelacht, gezankt und auch mal geweint. Siphi und Slovo spielen gemeinsam Schach und Mühle und Cricket und Fussball.
Siphelele hat das Herz seiner Klassenlehrerin erobert und ist der Liebling der Klasse. Ein ausserordentlich intelligentes Kind, das neugierig auf alles ist was die Welt zu bieten hat. Slovo hat es ein bisschen schwerer. Es ist schon älter, hat viel nachzuholen. Auch geht es nicht gerade zimperlich in einem Jungeninternat zu. Trotz allem versichern ihm alle Lehrer, dass er es schaffen wird den riesigen Kulturschock von einem Township in eine disziplinierte Schule zu überwinden.
Sein Gesang kommt momentan ein wenig zu kurz, da er sich erst einmal auf seine akademische Ausbildung konzentrieren muss, aber eine Musiklehrerin gibt ihm jeden Montag theoretischen Unterricht im Noten lesen, damit er wirklich einmal ein "Kleiner Pavarotti" mit guter Ausbildung werden kann. Seht Euch seine Seite mal an: www.slovorotti.de
Wir danken Euch für alle Eure Liebe, Spenden und Hilfe . Wir hoffen sehr, dass Ihr uns auch weiterhin unterstützen werdet und ganz besonders sind wir auf regelmässige monatliche Spenden angewiesen um die Ausbildung der Jungs über die nächsten Jahre finanzieren zu können.
Ich hoffe, dass Ihr uns auch weiterhin in unserem Tun unterstützen werdet.
Nkosi Kakhulu (tausend Dank)